Deutschkurse

Seit Anfang Juni 2009 unterstützt unsere Kirchgemeinde zusammen mit der Gemeinde Tenniken und der Sozialbehörde aus Zunzgen und vielen anderen Kirchgemeinden den Deutschkurs für Asylsuchende.

Die Teilnehmenden kommen vorwiegend aus afrikanischen Staaten, einzelne auch aus dem asiatischen Raum.

Der Kurs findet wöchentlich in der Primarschule Bündten (Steinenweg 9) in Zunzgen statt. Der Sprachkursleiter ist Herr Nino Carbonetti aus Zunzgen. Er hat ein Kursprogramm ausgearbeitet, welches die Kursteilnehmer fördert, ein korrektes und nützliches Deutsch für den Alltag zu lernen.

Zur Zeit läuft eine Leistungsstufe an folgenden Terminen:

Kursname Datum von  -   bis Kurstag Zeit
Grundstufe   A1 15.August  - 12. Dezember 2019  Donnerstag 18:30 - 20:00
     


An dieser Stelle danken wir allen unseren Sponsoren und Nino für seinen engagierten Einsatz!

Für weitere Auskünfte melden Sie sich bitte bei:
Nino Carbonetti, Tel. 061 971 52 90 oder Natel 076 583 00 75 
oder bei unserem Pfarrer, Tel. 061 971 10 31

Falls Sie gerne für unseren Deutschkurs spenden möchten, dann Überweisen Sie bitte das Geld, an folgendes Konto:
Postkonto 40-573710-1
IBAN CH42 0900 0000 4057 3710 1
Ref. Kirchgemeinde Tenniken-Zunzgen
c/o Pfarrhaus
4456 Tenniken

Mitteilung: Deutschkurs

Herzlichen Dank für Ihre Spende!


2016 Asylsuchende treffen auf EinwohnerInnen

Alle Interessierten waren zum 2. Anlass 'Asylsuchende treffen auf EinwohnerInnen' am 02. September im Gemeindezentrum in Zunzgen eingeladen.


Der Anlass führte wiederum zu einem regen Austausch mit Flüchtlingen und der Bevölkerung. Bei einem Nachtessen, zubereitet von den Asylsuchenden, war ein ungezwungenes Kennlernen möglich.

Wir danken den Asylsuchenden für die feinen Gerichte aus Ihrer Heimat, dem Deutschlehrer für Asylsuchende, Nino Carbonetti, für die Arbeit und den BesucherInnen für die Spende von CHF 300 für den Deutschkurs.

Wir freune uns schon auf den nächsten Anlass und weitere Treffen!



Deutschkurs 2015 mittendrin


Es war ein bewegendes Jahr: Aktuell habe ich zwei verschiedene Kurse: A 1 Anfängerstufe und B 1 Mittelstufe. Beide donnerstags, je 90 Minuten in der Primarschule Zunzgen. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, einen Kurs zu besuchen und zu sehen, was die Teilnehmer lernen und wie sie laufend Fortschritte erzielen.



Zirkusbesuch in Basel am 17. Juni 2014

Am Dienstag, den 17. Juni, lud der Zirkus Knie weniger begüterte Mitmenschen zu einem Gratisbesuch ein. Rund 15 Asylsuchende (Männer, Frauen und Kinder!) besammelten sich kurz vor 13.00 Uhr in Sissach und fuhren mit dem Zug nach Basel, wo wir das Tram zum Kunstmuseum nahmen. Dort zeigte ich Ihnen wichtige und interessante Gebäude, die Rittergasse, das Münster und die Pfalz, wo wir eine Zwischenpause hatten und uns mit Wasser und Limo abkühlen konnten. Der Blick auf den Rhein und die Stadt war einzigartig und das Wetter meinte es gut mit uns.

Ich erzählte ihnen auch verschiedene Geschichten von früher. Anschliessend stiegen wir die Treppe hinunter und fuhren mit der Fähre von Gross- nach Kleinbasel. Um 15.00 Uhr näherten wir uns dem Höhepunkt unseres Ausflugs, dem Zirkus Knie. Die Gruppe nahm im Zelt Platz und fieberte mit den Artisten mit. Die Besucher hielten oft den Atem an, und was die beiden Akrobaten auf dem drehenden Röhnrad boten, erfuhr viel Applaus. Der Clown konnte die Zuschauer in eine andere Welt verzaubern. Auch die Tiere, speziell die vertrauten Elefanten, lösten bei allen grosse Begeisterung aus. Nach rund zwei kurzweiligen Stunden durften wir mit vielen neuen Entdeckungen und Erfahrungen wieder nach Hause fahren. Alle Asylsuchenden bedankten sich für diesen schönen Nachmittag, an den sie sich gerne noch lange erinnern werden.

Nino A. Carbonetti, Deutschkurslehrer

Interview mit einem Asylsuchenden vom Deutschkurs

2013 konnte Nino Carbonetti (NC) wieder mehrere Deutschkurse für Asylsuchende zwischen 18 und 45 Jahren durchführen. Sie kommen aus Eritrea, Äthiopien, Nigeria, Ghana, Marokko, Afghanistan, Syrien und versuchen sich hier zu integrieren.

 

Nino:

Haile:

Warum bemühst du dich, die deutsche Sprache zu erlernen.

Vorerst möchte ich gerne hier leben und wenn möglich, auch arbeiten. Da ist es für mich wichtig, die Sprache zu kennen.

Nino:

Haile: 

Wie geht es dir mit den Fort-schritten? Und wo helfen dir die Sprach-kenntnisse?

Deutsch zu sprechen, die Regeln der Sprache zu verstehen und anzuwenden, ist für mich schwierig. Einfacher ist für mich das Lesen und Schreiben. Ich kann jetzt vor allem die Zeitungen und Briefe lesen und teil-weise verstehen. Auch Dialoge bereiten mir Freude.

Nino:

Haile:

Was fällt dir an den Schweizern auf?

Sie sind ruhig und sehr beschäftigt, besonders mit dem Lesen der Zeitung und mit ihren Natels! Es gibt grosse Unterschiede zwischen meiner Heimat und der Schweiz. Hier sind alle Leute pünktlich und sogar die öffentlichen Transportmittel. Die Sauberkeit gefällt mir besonders. In Afrika sind wir immer in Bewegung und unter-halten uns mit allen. Wir sind selten allein.

Nino:

Haile:

Hattest du einmal ein trauriges Erlebnis?

Im Zug nach Basel fragte mich ein Mann auf Englisch: „Where do you come from?“ Ich antwortete auf Deutsch. Wieder fragte er auf Englisch. Wieder antwortete ich auf Deutsch. Als er nochmals auf Englisch fragte, fragte ich zurück, ob er kein Deutsch spreche. „Natürlich“, sagte er mir. Ich sagte dann: „Ich auch!“ – Was nicht leicht ist, sind Besuche der Polizei in unserem Haus, manchmal mitten in der Nacht!

Nino:

Haile:

Warum musstest du dein Land verlassen?

Ich und meine ganze Familie (Frau und 6 Kinder) mussten wegen dem Krieg weggehen.

Nino:

Haile: 

Bist du zufrieden mit deiner Unterkunft?

Im Wohnheim gefällt es mir nicht. Jede Woche kommt ein Betreuer. Seine Präsenzzeit ist beschränkt, er hat drum nicht viel Zeit für meine Anliegen.

Nino:

Haile:

Dein grösster Wunsch?

Dass der Krieg bald aufhört und ich meine Familie wieder sehen kann.